Finanzielle Absicherung ist nicht immer gegeben

strich

Zum Tag der Arbeit möchten wir ein verstärktes Bewusstsein (Awareness) für berufstätige Krebserkrankte schaffen.

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 500.000 neue Krebsdiagnosen gestellt. Eine gemeinsame Auswertung der Deutschen Krebsgesellschaft und des Robert Koch Instituts zeigt, dass etwa 35 Prozent der Neuerkrankungen bei Menschen im erwerbsfähigen Alter, zwischen 20 und 64 Jahren auftreten – eine Herausforderung vor allem für die Betroffenen, aber auch für Arbeitgeber*innen.

Wer an einer lebensbedrohenden Erkrankung leidet und  während oder nach der Therapie zunächst nicht arbeiten kann, braucht sich um die finanzielle Absicherung in dieser Zeit bei uns doch keine Sorgen zu machen – oder? Dem ist leider nicht so, denn die Realität sieht auch hierzulande oft ganz anders aus:

Eine Befragung in DKG-zertifizierten Darmkrebszentren zeigt, dass 25 Prozent der Patient*innen ein Jahr nach der Therapie mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Davon betroffen sind besonders häufig Menschen mit fortgeschrittener Erkrankung und / oder ohne einen höheren Schulabschluss.

In den ambulanten Krebsberatungsstellen der Hamburger Krebsgesellschaft unterstützen Sozialarbeiterinnen Ratsuchende bei der finanziellen Absicherung im Krankheitsfall, lotsen durch das Gesundheits- und Sozialsystem und helfen bei Antragstellungen an die unterschiedlichen Behörden oder Institutionen. Zudem gibt es eine offene Gruppe, die sich einmal monatlich gemeinsam mit einem Coach zum Thema „Krebs und Arbeit“ trifft. Die Teilnehmer*innen tauschen sich untereinander aus, teilen Erfahrungen und gewinnen neue Perspektiven. Die Kursleiterin gibt durch Übungen oder kleine Vorträge zusätzliche Impulse in die Gruppe.

Seien Sie gern dabei. Näheres dazu erfahren Sie hier.