Ein Rückblick auf den „Cancer Survivors Day“ 2018

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Am Donnerstag, dem 07. Juni, haben wir in Hamburg den Cancer Survivors Day 2018 begangen. Organisiert wurde die Veranstaltung, die auch international immer mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen begeistert, in diesem Jahr erstmalig gemeinsam von der Hamburger Krebsgesellschaft e. V. in Kooperation mit dem UKE/UCCH (Universitäres Cancer Center Hamburg).

Podiumsdiskussion

Foto: UKE/Bechstedt

Nach einer Begrüßung durch Franziska Holz, Geschäftsführerin der Hamburger Krebsgesellschaft e. V., und Privatdozent Dr. Alexander Stein, Stellvertretender Direktor des Universitären Cancer Center Hamburg, hielt Barbara Koch vom UCCH einen Vortrag über das Langzeitüberleben nach Krebs und die damit einhergehenden Herausforderungen.

Im Anschluss diskutierten Expertinnen und Experten aus dem Bereich Reha, Sozialberatung und Integration auf dem Podium zum Thema „Zurück in das Arbeitsleben“ und stellten sich schließlich den Fragen der Besucherinnen und Besucher aus dem Publikum.

Nach diesen  Vorträgen und Diskussionen gab es die erste wohlverdiente Pause, in der alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Cancer Survivors Days bei Kaffee und Kuchen kurz ausruhen, plaudern und sich von der Hitze des Tages erholen konnten. Trotz der sommerlichen 30 Grad waren die Workshops am Nachmittag und auch das abendliche Kulturprogramm sehr gut besucht.

Die Workshops zu den Themen „Lachen ist die beste Medizin“, „Und was kann ICH tun – Workshop zum Thema Ernährung & Bewegung“ und „Nach der Krebserkrankung – zurück zur Arbeit“ waren ein voller Erfolg und die Leiterinnen durften sich über sehr positives Feedback freuen.

Und auch für den letzten „Block“ des Tages fanden sich noch viele, viele Besucherinnen und Besucher in unserer Beratungsstelle im Butenfeld ein, wo der kulturelle Teil des Abends stattfand. Zunächst erwartete das Publikum eine humorvolle und abwechslungsreiche Lesung der Autorin Sabine Dinkel aus ihrem Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“, das im Anschluss am Büchertisch der Bücherei Heymann, neben anderen Büchern rund um das Thema Krebserkrankung, erworben werden konnte. Mit Publikumsinteraktion und viel Elan gestaltete Sabine Dinkel ein kurzweiliges Programm.

Segelrebellen

Foto: UKE/Bechstedt

Mit direktem Übergang begann dann Marc Naumann, Gründer der Organisation „Segelrebellen“, seinen Vortrag. Er erzählte von seiner Krebserkrankung und wie das Segeln ihm nach der Chemotherapie neue Kraft gab und ihn zu sich selbst finden ließ. Mit seinem packenden Reisebericht über das Segeln, blaue Weiten und die lockere, etwas andere Herangehensweise der Segelrebellen an die „Krebsnachsorge“, ermutigte er anwesende Patientinnen und Patienten sich selbst einmal auf die Reise über das Meer zu machen, eine Teilnehmerin wagte das fast Unmögliche und änderte spontan alle Termine, um schon am Folgetag an Bord der „Magic“ gehen zu können.

Zum Abschluss berichtete Raliza Danailow von dem Wassermarsch (Water Walk) mit der Hamburger Organisation „Viva con Agua“ quer durch Afrika. Den 550 Kilometer langen Lauf sieht Raliza als Weg zurück in ihr Leben nach der Krebserkrankung. Mit vielen beeindruckenden und farbenprächtigen Bildern und Videobeiträgen aus ihrer Zeit in Afrika erzählte sie lebhaft von ihrer Reise und wie sie anderen Betroffenen damit Mut machen will. Raliza beendete ihren Vortrag mit einem sehr persönlichen Lied, das sie selbst auf der Ukulele begleitete und erntete heftigen Applaus. Das vielseitige Abendprogramm kam bei allen Besuchern sehr gut an.

CancerSurvivorsDay

Foto: UKE/Bechstedt

Zum Ausklang wurde zu leckeren Häppchen und kühlen Säften in den Garten der Beratungsstelle Eppendorf geladen.

Nach der Hitze des Nachmittags nutzten viele den lauen Sommerabend, um sich untereinander und mit den Vortragenden auszutauschen.

FAZIT: eine sehr gelungene, großartige Veranstaltung und im nächsten Jahr wird es eine Neuauflage geben!